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INDIVIDUELLE GESUNDHEITSLEISTUNGEN (IGEL)

Infoblatt zum Prostatakarzinom-Screening mittels PSA-Bestimmung neu aufgelegt

Essen, 27. November 2007

Viele Urologen empfehlen ihren Versicherten einen PSA-Test zur Früherkennung von Prosta-takrebs. Versicherte, bei denen kein Verdacht auf ein Prostatakarzinom besteht, erhalten diese Untersuchung jedoch nicht als Leistung ihrer gesetzlichen Krankenkasse, sondern müssen sie als so genannte Individuelle Gesundheitsleistung selbst zahlen. Der MDS hat im November sein Infoblatt zur Früherkennung von Prostatakrebs neu aufgelegt. Es informiert über die derzeitigen Erkenntnisse zum möglichen Nutzen und Schaden eines PSA-Screenings bzw- des PSA-Tests.
Der PSA-Test ist eine Untersuchung, bei der die Konzentration des Eiweißes PSA im Blut ge-messen wird. Eine erhöhte Konzentration kann ein Hinweis auf Prostatakrebs sein. Sie kann aber auch andere Ursachen haben. Insofern ist das Ergebnis des PSA-Tests nur eingeschränkt aussagefähig. Falsch-positive Befunde sind häufig. Die notwendige Folgediagnostik ist für die Patienten belastend. Derzeit ist ein Nutzen des Tests – im Sinne einer Senkung der Sterblichkeit an Prostatakrebs – nicht belegt. Hinzu kommt, dass viele Männer im hohen Alter ein Prostata-karzinom haben, ohne es zu wissen und in ihrer Gesundheit nicht eingeschränkt sind. Auch bei diesen Männern würde der PSA-Test mehr schaden als nutzen.

Nähere Informationen zu Chancen und Risiken des PSA-Tests enthält das jetzt neu aufgelegte Infoblatt des MDS.

In der rechten Spalte können Sie das IGeL-Papier als PDF-Datei downloaden

 


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