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DEMENZ

Medizinischer Dienst begrüßt Initiativen zur Verbesserung des Versorgungsangebotes für dementiell Erkrrankte

Berlin / Essen, 15. November 2000

Der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) begrüßt die Initiative der Politik zur besseren Versorgung von Demenzkranken und zur Entlastung ihrer Angehörigen. "Die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, die oft auf eine dementielle Erkrankung zurückzuführen ist, werden gegenwärtig nicht ausreichend berücksichtigt. Gerade ihre Betreuung erfordert einen besonders hohen physischen und psychischen Einsatz der Pflegepersonen", erklärte Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS, anlässlich der Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages zur Zukunft der sozialen Pflegeversiche-rung am 15. November in Berlin.

Der Antrag der Regierungsfraktionen sieht vor, die Inanspruchnahme von Tagespflegeangeboten durch die Pflegebedürftigen zu erleichtern, niedrigschwellige Betreuungsangebote zu fördern und bestehende Beratungsangebote für die pflegenden Angehörigen auszubauen. Demgegen-über will die Unionsfraktion neben einem Zeitzuschlag für die allgemeine Beaufsichtigung einen Pauschalbetrag einführen, mit dem die Tagespflege oder andere Hilfen finanziert werden können.

"Die Medizinischen Dienste begrüßen den Grundansatz, den Betroffenen und ihren Angehörigen eine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Leistungen anzubieten. Die Betroffenen können damit die Leistung nach ihrer persönlichen Bedürfnislage und Präferenz auswählen.", sagte Pick. Dies bedeute einen flexiblen Einsatz der Leistungen, ohne den dafür vorgesehenen Finanzrah-men zu überfordern. Darüber hinaus regte Pick an, zusätzlich eine entlastende Pflege etwa durch eine selbstbeschaffte Haushaltshilfe oder durch eine professionelle Pflegefachkraft im häuslichen Umfeld vorzusehen.

Positiv bewertete Pick auch die vorgesehenen Regelungen zur Qualitätssicherung in der Pflege. Externe Qualitätsprüfungen des MDK müssten auch in Zukunft die internen Qualitätssicherungs-maßnahmen flankieren. "Die Medizinischen Dienste sehen in dem vorgelegten Gesetzentwurf der Bundesregierung eine gute Grundlage, um die notwendigen Qualitätsverbesserungen in den ambulanten Diensten und teilstationären sowie stationären Einrichtungen zu erreichen."


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