VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG
Essen, 23. November 2009
Die Diagnose ist klar: Demenz ist eine der Hauptursachen von Pflegebedürftigkeit und inzwischen der wichtigste Grund für den Übergang von der Pflege zuhause in ein Pflegeheim. Mehr als die Hälfte aller Bewohnerinnen und Bewohner einer stationären Einrichtung leiden bereits heute unter einer Demenz. Und die demographische Prognose ist eindeutig: Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Menschen mit Demenz von aktuell ca. 1,2 Mio. auf 2,4 Mio. im Jahr 2030 verdoppeln wird.
Trotz dieses Befundes gibt es große Defizite in der Versorgung von Menschen mit Demenz: In vielen Fällen fehlt es an ausreichender und sorgfältiger Diagnostik und in der Folge an fundierten Therapieentscheidungen, die Behandlung und Pflege integrieren und mit einander verzahnen. Zudem ist Demenz keine rein organische Störung, sondern sie verändert die Persönlichkeit der Betroffenen und stellt Pflegende psychisch und sozial vor große Herausforderungen - gleichgültig, ob sie zuhause oder in einer Einrichtung pflegen.
Die Medizinischen Dienste haben sich in einer Grundsatzstellungnahme mit Best-Practice-Modellen bei der Versorgung von Menschen mit Demenz beschäftigt. Gemeinsam mit Vertretern aus Pflegewissenschaft, Gerontologie, Pflegekassen und Politik wollen wir über Perspektiven der zukünftigen Versorgungsgestaltung diskutieren.
Ihre Ansprechpartnerin
MDS
Christiane Grote
Fachgebietsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0201 8327-115
Fax: 0201 8327-3115
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Programm zur Veranstaltung
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