Patienten haben ein Recht auf die bestmögliche medizinische Versorgung. Das bedeutet, dass für Diagnose und Therapie nur solche Methoden angewendet werden sollten, die entsprechend dem aktuellen medizinischen Wissensstand einen Nutzen für den Patienten erwarten lassen.
Oft besteht aber zwischen den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft und der Anwendung dieses Wissens eine Kluft. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Ein wesentlicher ist, dass die Menge an Informationen zum aktuellen Wissensstand inzwischen fast unüberschaubar geworden ist. Nicht jede Ärztin oder Arzt hat daher die Zeit oder die nötigen Kenntnisse, sich in dieser „Flut“ von Wissen zurecht zu finden und sich relevante neue Erkenntnisse schnell anzueignen.
Die evidenzbasierte Medizin (kurz EbM) will dazu beitragen, diese Flut zu bewältigen und zu strukturieren, um so den Transfer von gesichertem medizinischen Wissen in die Praxis zu verbessern. Ihr Ziel ist es, die persönliche Erfahrung von Ärztinnen und Ärzten unter Berücksichtigung der jeweiligen Patientenwünsche (interne Evidenz) mit den aussagekräftigsten Ergebnissen medizinischer Forschung (externe Evidenz) zu verbinden. Somit schafft die evidenzbasierte Medizin die Grundlage für eine auf den jeweiligen Patienten zugeschnittene beste diagnostische und/oder therapeutische Entscheidung.
Evidenzbasierte Medizin auch beim MDS
Auch der MDS setzt die Prinzipien der evidenzbasierten Medizin ein. Dies geschieht unter anderem bei:
Ihre Ansprechpartnerin
Dr. Monika Lelgemann
Bereichsleiterin Evidenzbasierte Medizin
m.lelgemann@mds-ev.de