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Kosten-Nutzen-Bewertung: Die Spreu vom Weizen trennen

Immer schneller kommen neue medizintechnische Entwicklungen auf den Markt. Deshalb werden Kosten-Nutzen-Bewertungen immer wichtiger. Sie helfen, Produkte, von denen die Versicherten einen Vorteil haben, von Scheininnovationen zu trennen.

Eine systematische Kosten-Nutzen-Bewertung von Medizinprodukten fehlte bisher.  Das in § 12 Abs. 1 des Fünften Sozialgesetzbuches verankerte Wirtschaftlichkeitsgebot gibt aber die Bewertungskriterien vor:

 „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein, sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.“


 

Bewertung im Zusammenhang der gesamten Versorgungsmöglichkeiten

In der Konsequenz heißt das: Ein Preisvergleich allein reicht nicht aus, um die Wirtschaftlichkeit eines Produktes zu beurteilen. Das Produkt muss im Zusammenhang mit den gesamten Versorgungsmöglichkeiten einer Erkrankung gesehen und bewertet werden. Hierbei sollte unter anderem die generelle Notwendigkeit des Produktes im Rahmen der erbrachten Leistung hinterfragt werden. Wie ist der therapeutische Nutzen? Gibt es wirtschaftlichere medizinische oder auch technische Alternativen? Das sind Fragen, die in diesem Zusammenhang beantwortet werden müssen.


 

Bewertung in Anlehnung an Methodenvorschlag des IQWiG

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) entwickelt derzeit einen Vorschlag zur Kosten-Nutzen-Bewertung von Methoden. Der MDS wird diesen Methodenvorschlag auch zur Kosten-Nutzen-Bewertung von Medizinprodukten bzw. von Methoden einsetzen, die maßgeblich von Medizinprodukten abhängen.

 

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Andreas Weber
Bereichsleiter Sozialmedizin - Versorgungsberatung

a.weber@mds-ev.com

Expertenforum des MDS 

"Monitoring von Medizinprodukten - Welchen Nutzen haben Register?"

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