Versichertenbefragung zur Pflegebegutachtung

Die Medizinischen Dienste führen jährlich etwa 1,4 Millionen Pflegebegutachtungen durch. Um eine bundesweit einheitliche und gerechte Beurteilung der Pflegebedürftigkeit zu gewährleisten, müssen die Gutachter Vorgaben beachten. Die Gutachter sind sich stets bewusst, dass ihre Empfehlung erhebliche Bedeutung für den Versicherten und seine Angehörigen hat. Es ist den MDK daher ein großes Anliegen, die Begutachtung verständlich, respektvoll und individuell zu gestalten.

Um die Pflegebegutachtung noch gezielter auf die Belange der Versicherten abstimmen zu können, finden regelmäßige Versichertenbefragungen statt. Über die Ergebnisse der Versichertenbefragung erstellt jeder MDK einen Jahresbericht. Der MDS fasst die bundesweiten Ergebnisse in einem Gesamtbericht zusammen. Die Berichte werden jeweils spätestens zum 15. April des Folgejahres veröffentlicht. Grundlage für dieses Verfahren sind die Dienstleistungs-Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes.

Die Versichertenbefragungen und ihre Auswertung erfolgen unabhängig und neutral durch das Marktforschungs-Institut M+M Management und Marketing Consulting GmbH, Kassel, unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Armin Töpfer. Befragt werden 2,5 Prozent der begutachteten Versicherten. Sie werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und erhalten einige Tage nach der Begutachtung einen Fragebogen per Post. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Fragebogen und Anschreiben sind bundesweit einheitlich und wurden ebenfalls unter wissenschaftlicher Begleitung des externen Instituts entwickelt. Die Auswertung erfolgt anonym und lässt keine Rückschlüsse auf die Person des Versicherten zu.

Dokumente zum Thema

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  • Infografik
    Versichertenbefragung der Medizinischen Dienste zur Pflegebegutachtung - Zufriedenheit der Befragten - Ergebnisse in Prozent
  • Infografik
    Versichertenbefragung der Medizinischen Dienste zur Pflegebegutachtung - Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick
  • Bericht
    MDS-Gesamtbericht: Versichertenbefragung 2015