Experte und Berater in Fragen zur Rehabilitation

Der MDS berät den GKV-Spitzenverband zu allen Fragen im Zusammenhang mit Vorsorge-und Rehabilitationsleistungen der GKV (z.B. Medizinische Vorsorgeleistungen oder Leistungen zur medizinischen Rehabilitation bzw. Mutter/Vater/Kind-Vorsorge und -Rehabilitation) und zu geriatrischen Leistungen im Krankenhaus (Frührehabilitation im Krankenhaus und Komplexleistungen). Zu ausgewählten Fragestellungen aus diesen Bereichen geben der GKV-Spitzenverband und die Verbände der Krankenkassen sozialmedizinische Stellungnahmen und Gutachten beim MDS in Auftrag.

Darüber hinaus bringt der MDS seine fachliche Expertise in Arbeitsgruppen auf Bundesebene ein, die sich mit speziellen Themen der Vorsorge und Rehabilitation beschäftigen. Im Mittelpunkt steht immer die bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung der Versicherten. So wird bereits seit längerem daran gearbeitet, die Verordnungsformulare für bestimmte Leistungen zu vereinheitlichen. Die bisherige Vielfalt der Verordnungsformulare erschwert die Arbeit für Ärzte, Krankenkassen und den MDK und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass eine erforderliche Leistung wegen bürokratischer Hemmnisse nicht verordnet wird.

So war der MDS an der Erarbeitung von bundeseinheitlichen Formularen zur Verordnung von Leistungen der Anschlussrehabilitation (Kostenträger GKV) und zur Verordnung von Vorsorgeleistungen für Mütter und Väter beteiligt. Diese beiden Verordnungsformulare befinden sich zurzeit in der Abstimmungsphase.

Ebenfalls mitgewirkt hat der MDS an der Neufassung des Verordnungsformulars für sozialmedizinische Nachsorgemaßnahmen nach § 43 Abs. 2 SGB V für chronisch kranke oder schwerstkranke Kinder und Jugendliche, um in der Konsequenz den Bedarf an sozialmedizinischer Nachsorge besser abzubilden. Ergänzt wurde dies durch eine Ausfüll-und Handlungsanleitung. Die aktualisierten Bestimmungen inklusiv Verordnungsformular sind zum 1. August 2017 in Kraft getreten. Diese sind bundeseinheitlich anzuwenden.

Ein weiterer Schwerpunkt des MDS ist die fachliche Unterstützung des GKV-Spitzenverbandes bei der Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen, wie etwa der mobilen Rehabilitation. Da sich die besondere Form der mobilen Rehabilitation nicht nur für geriatrische Rehabilitation, sondern auch für andere Indikationen eignet, wurde mit Beteiligung des MDS ein Eckpunktepapier für mobile indikationspezifische Rehabilitation erarbeitet.

Der MDS ist ebenfalls an Beratungen in trägerübergreifenden Gremien beteiligt und arbeitet in Projektgruppen, z.B. der Bundearbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) und dem Sachverständigenrat der Ärzteschaft der BAR.

Artikelbild
0,00 €