Experte und Berater in Fragen zur Rehabilitation

Der MDS berät den GKV-Spitzenverband zu allen Fragen im Zusammenhang mit Vorsorge-und Rehabilitationsleistungen der GKV (z.B. Medizinische Vorsorgeleistungen oder Leistungen zur medizinischen Rehabilitation bzw. Mutter/Vater/Kind-Vorsorge und -Rehabilitation) und zu geriatrischen Leistungen im Krankenhaus (Frührehabilitation im Krankenhaus und Komplexleistungen). Zu ausgewählten Fragestellungen aus diesen Bereichen geben der GKV-Spitzenverband und die Verbände der Krankenkassen sozialmedizinische Stellungnahmen und Gutachten beim MDS in Auftrag.

Darüber hinaus bringt der MDS seine fachliche Expertise in Arbeitsgruppen auf Bundesebene ein, die sich mit speziellen Themen der Vorsorge und Rehabilitation beschäftigen. Im Mittelpunkt steht immer die bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung der Versicherten. So wurde daran gearbeitet, die Verordnungsformulare für bestimmte Leistungen zu vereinheitlichen. Die bisherige Vielfalt der Verordnungs-formulare erschwert die Arbeit für Ärzte, Krankenkassen und den MDK und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass eine erforderliche Leistung wegen bürokratischer Hemmnisse nicht verordnet wird.

Der MDS war an der Erarbeitung von bundeseinheitlichen Formularen zur Verordnung von Leistungen der Anschlussrehabilitation (Kostenträger GKV) und zur Verordnung von Vorsorgeleistungen für Mütter und Väter beteiligt. Für die Verordnung von medizinischer Vorsorge für Mütter und Väter gemäß § 24 SGB V steht ab dem 1. Oktober 2018 ein neues bundesmantelvertraglich vereinbartes Formular (Muster 64) zur Verfügung. Dieses wird durch ein „Ärztliches Attest Kind“ ergänzt (Muster 65).

Auch ein bundeseinheitlicher Vordrucksatz „AR-Antrag“ (Antrag auf Anschluss-rehabilitation und Ärztlicher Befundbericht) ist inzwischen abgestimmt. Mit dem ärztlichen Befundbericht wird insbesondere der gesetzliche Auftrag zur Verwendung einheitlicher Bedarfsfeststellungsinstrumente (§ 13 SGB IX) aufgegriffen, zudem wird das bio-psycho-soziale Modell der ICF berücksichtigt. Vor dem Hintergrund notwendiger technischer Anpassungen und der hierzu erforderlichen Vorlaufzeiten auf Seiten der Krankenhäuser ist eine flächendeckende Einführung voraussichtlich ab dem 1. Juli 2019 vorgesehen.

Ein weiterer Schwerpunkt des MDS ist die fachliche Unterstützung des GKV-Spitzenverbandes bei der Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen, wie etwa der geriatrischen Rehabilitation. So wurde die Rahmenempfehlung zur ambulanten geriatrischen Rehabilitation vollständig überarbeitet und aktualisiert und zum 2. Januar 2018 verabschiedet.

Der MDS ist ebenfalls an Beratungen in trägerübergreifenden Gremien beteiligt und arbeitet in Projektgruppen, z.B. der Bundearbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), dem Sachverständigenrat der Ärzteschaft der BAR und in Ausschüssen der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) mit.

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