Arbeitsunfähigkeit

Die Zusammenarbeit von Krankenkassen und MDK sowie die Beratung und Begutachtung des MDK bei Arbeitsunfähigkeit (AU) sind in der "Begutachtungsanleitung Arbeitsunfähigkeit" geregelt. Die Anleitung hat der MDS gemeinsam mit den Medizinischen Diensten, dem GKV-Spitzenverband und den Bundesverbänden der Krankenkassen erarbeitet. Die Begutachtungsanleitung ist eine Richtlinie nach § 282 SGB V und somit für die MDK-Gemeinschaft und die Krankenkassen verbindlich.

Das Ziel dieser Richtlinie ist die Vereinheitlichung der AU-Begutachtung bundesweit und die Umsetzung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Denn Gesetzgebung, Rechtsprechung und die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geben den Rahmen für die Inhalte der Begutachtungsanleitung vor. Ändern sich diese Rahmenbedingungen, muss auch die Begutachtungsanleitung angepasst werden.

Die AU-Begutachtungsrichtlinie des G-BA wurde im Jahr 2015 und 2016 anhand der Anforderungen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes (VSG) komplett überarbeitet. Daher wurde die AU-Begutachtungsanleitung im Jahr 2017 aktualisiert. Dabei geht es zusätzlich um die letzten vorangegangenen Änderungen des G-BA, z.B. um die Begutachtung von Arbeitsunfähigkeit bei Spendern von Organen, Geweben oder Blutstammzellen und um Regelungen bei arbeitslosen Schwangeren.

Der MDS koordiniert den Prozess für die Begutachtungsanleitung und ist beratend auch für die Überarbeitung der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesauschusses über die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und die Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 SGB V tätig.

Die neue Begutachtungsanleitung Arbeitsunfähigkeit ist für die MDK-Gemeinschaft und die Krankenkassen verbindlich und wurde im Mai 2017 vom GKV-SV erlassen. 

Dokumente zum Thema

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  • Richtlinien / Grundlagen der MDK-Begutachtung
    Begutachtungsanleitung Arbeitsunfähigkeit (AU)
  • Infografik
    Versichertenbezogene Beratungen und Begutachtungen der MDK 2010-2014 - Anlass: Arbeitsunfähigkeit