Palliativversorgung

Die Zusammenarbeit von Krankenkassen und MDK sowie die Beratung und Begutachtung des MDK bei spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV) und stationärer Hospizversorgung sind in der "Begutachtungsanleitung SAPV und stationäre Hospizversorgung" geregelt. Diese Anleitung hat der MDS gemeinsam mit den Medizinischen Diensten, dem GKV-Spitzenverband und den Bundesverbänden der Krankenkassen erarbeitet. Der GKV-Spitzenverband hat die Begutachtungsanleitung im Mai 2015 als Richtlinie nach § 282 SGB V verabschiedet.

Nur ein halbes Jahr später wurde vom Deutschen Bundestag das erste Gesetz zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung (HPG), kurz Hospiz- und Palliativgesetz verabschiedet (in Kraft seit 8. Dezember 2015). Dies beinhaltet Vorgaben  zum weiteren Ausbau der Palliativversorgung.

So wurde zum Beispiel die Richtlinie zur Verordnung von häuslicher Krankenpflege (HKP-Richtlinie) mit einer neuen Komplexleistung zur allgemeinen palliativpflegerischen Versorgung ergänzt. Diese Komplexleistung verbindet mehrere Leistungen aus dem Leistungskatalog der Häuslichen Krankenpflege als „Symptomkontrolle“. Die Symptomkontrolle beinhaltet sowohl das Erkennen der Änderung von unterschiedlichen Symptomen und das zeitnahe Ergreifen von speziellen Maßnahmen, die zur Linderung dieser Symptome führen. Dies geschieht in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt. Hierdurch wird die Pflege von Palliativpatienten im ambulanten Bereich gestärkt und ein Verbleib im häuslichen Umfeld bis zuletzt ermöglicht. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat diese Änderung zum 21. September 2017 beschlossen. Der MDS hat inhaltlich an der Änderung mitgewirkt.

Der MDS ist Mitglied der Charta zur Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in Deutschland und unterstützt die Qualitätssicherung und Transparenz in der palliativen Versorgung.

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  • Richtlinien / Grundlagen der MDK-Begutachtung
    Begutachtungsanleitung Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) und stationäre Hospizversorgung