Palliativversorgung

Die Zusammenarbeit von Krankenkassen und MDK sowie die Beratung und Begutachtung des MDK bei spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV) und stationärer Hospizversorgung sind in der "Begutachtungsanleitung SAPV und stationäre Hospizversorgung" geregelt. Diese Anleitung hat der MDS gemeinsam mit den Medizinischen Diensten, dem GKV-Spitzenverband und den Bundesverbänden der Krankenkassen erarbeitet. Der GKV-Spitzenverband hat die Begutachtungsanleitung im Mai 2015 als Richtlinie nach § 282 SGB V verabschiedet.

Die Richtlinie ist für MDK und Krankenkassen verbindlich und soll die Begutachtung bundesweit vereinheitlichen. Gesetzgebung, Rechtsprechung und die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geben den Rahmen für die Inhalte der Begutachtungsanleitung vor. Der MDS hat den Prozess für die Erstellung dieser Begutachtungsanleitung koordiniert.

Aktuell berät der MDS den GKV-Spitzenverband fachlich bei der Überarbeitung der Richtlinien des G-BA über die Verordnung von häuslicher Krankenpflege (HKP-Richtlinien). Hierbei geht es darum, neue Möglichkeiten zur Pflege von schwerstkranken und sterbenden Menschen im häuslichen Umfeld zu schaffen. Die Überarbeitung der Richtlinie ergibt sich aus dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (VSG) und dem Entwurf für ein Hospiz- und Palliativgesetz. Die HKP-Richtlinien werden voraussichtlich Anfang 2016 in Kraft treten.

Der MDS ist Mitglied der Charta zur Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in Deutschland und unterstützt die Qualitätssicherung und Transparenz in der palliativen Versorgung.

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  • Richtlinien / Grundlagen der MDK-Begutachtung
    Begutachtungsanleitung Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) und stationäre Hospizversorgung